Der, der auf dem Ochsen reitet

Es gab schon immer Frösche. Sie leben an Tümpeln und Seen.
Das weiß ja jeder. Es gibt aber auch in einem kleinen Gebiet im Irgendwo Frösche, die müssen lange im Unterholz leben.
Sie haben keine Tümpel um schwimmen zu gehen.
Tagein, tagaus leben sie im modrigen stinkigen aber feuchten Winkeln im Wald. Im Sommer, wenn es richtig warm ist, dann ist der Boden sehr warm und wird trocken.
Da wollen alle Frösche baden gehen. Das ist bei uns Menschen nicht viel anders. Die Frösche kommen aus den stinkingen aber jetzt trockenen Winkeln des Waldes und begeben sich auf die Reise an die Tümpel.
Na ja, jetzt könnte man sagen: Das weiß ich doch auch schon!“
Nur langsam, die Reise fängt ja erst an.
Durch die fehlende Bewegung in diesem beengten Unterholz und der fehlende Schwimmsport, sind diese Frösche riesig gegenüber unseren Teichfröschen.Sie sind groß und stark durch die gute Ernährung auf dem Waldboden, jedoch dadurch sehr unbeweglich für eine Reise zu Fuß. Aber Frösche sind auch schlau.
Am Waldrand steht eine Rinderweide auf der auch Ochsen stehen.
Die Tiere kommen zum Fressen auch gerne an den Waldrand, da es dort etwas kühler und schattiger ist und das Gras auch noch frischer.
Nun gut. Die Frösche sind auf ihrer Reise in ihre Schwimmbecken und die Sommerfrische zumindest bis zur Weide gekommen.
Ermattet liegen sie bäuchlings auf dem Gras und sehen den Rindern und Ochsen bei der Siesta zu.
Da kommt der erste Frosch auf die Idee auf den Rücken eines riesigen Ochsen zu hüpfen. Dadurch, dass der Frosch so riesig und schwer ist, merkt der Ochse das natürlich und erhebt sich erschrocken. Er versucht den Frosch abzuwerfen, indem er bockt, aber der Frosch ist ja so wunderbar klebrig und genießt so den Ritt.
Brüllend läuft der Ochse zum anderen Ende der Weide, wo der Tümpel liegt.
Und so muss der riesige Frosch, der seit dem legendären ersten Ritt Ochsenfrosch heißt, nur noch an der passenden Stelle vom Ochsen hüpfen. Der Rest des Weges ist recht kurz und geht bergab. Er surft noch ein wenig auf seinem Schleim wie beim der Dünen oder Wüstensurfer auf seinem Surfbrett zu Teich herunter,
wo er direkt hineinsurft. So beginnt jedes Jahr seine Sommerfrische mit viel schwimmen.
Mann oh Mann, was für ein Ferienanfang!

Maria Jost, geb.1961 am linken Niederrhein, ist Umschülerin zur staatl. anerkannten Erzieherin, wohnt im Südschwarzwald und hat einen erwachsenen Sohn.
Unter dem Namen " SENTA RASKO " schreibt sie Kurzgeschichten und Gedichte und gestaltet großflächige Collagen.
Das Bild wurde gemalt von der Malkursgruppe der Stadt Villingen (BW)
unter der Leitung von Elvira Unruh.


Die Autorin/Der Autor empfiehlt ihre/seine Geschichte für Kinder von 7-10.

Erstellt am Dienstag, 18.02.2014


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