Bernstein kommt aus Bern

Die Schweizer Stadt Bern ist berühmt für ihren Aprikosengelee. Der wird in großen Mengen von den Aprikosenbauern hergestellt. Das Obst wird entkernt, mit Gelierzucker überzogen und solange gekocht bis es glasklar geworden ist. Einmal war ein Aprikosenbauer in den Urlaub gefahren und hatte vergessen, dass er noch Aprikosen auf dem Herd hatte. Als er zurückkam, stellte er fest, dass diese nicht nur glasklar sondern auch steinhart geworden waren, wie Edelsteine. Da die Schweizer pfiffige Leute sind, ließ er seiner Frau vom Juwelier eine schöne Halskette daraus anfertigen. Andere machten es ihm nach, und so wurde Bernstein, wie er nun genannt wurde, ein großer Erfolg. Sogar der Zar von Russland bestellte einmal eine große Lieferung davon, um ein Zimmer in seinem Palast damit zu dekorieren – das Bernsteinzimmer. Doch das Schiff, das mit Bernstein schwer beladen war, kam auf der Ostsee in einen Sturm und sank. Seitdem wird an der Ostseeküste immer wieder Schweizer Bernstein am Strand gefunden.

frank behnsen, Jahrgang 1962, ist Lehrmittel-Illustrator und lebt in Frankfurt am Main. Lizenz für Text und Bild: Creative Commons cc-by-sa.

Die Autorin/Der Autor empfiehlt ihre/seine Geschichte für Kinder von 7-10.

Erstellt am Donnerstag, 01.08.2013


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