Artenschutz für Wollmäuse

Wenn eure Mutter das nächste Mal fragt, wann ihr denn endlich mal wieder Staub wischt, dann sagt ihr: „Wir bringen niemanden um.“ Jawohl, ihr habt richtig gelesen. Denn der Staub lebt. Nicht ohne Grund sprechen manche Menschen von Staubmäusen.

Lässt man den Staub lange genug liegen, dann werden sie geboren. Staubmäuse sind mit der gemeinen Feld- oder Hausmaus verwandt, doch sind sie ein wenig empfindlicher. Fasst du sie zu grob an, zerfallen sie – schon ein kleiner Windhauch reicht, um sie zu feinen Flusen werden zu lassen. Die zarten Haare eines Feudels können ihr leidvolles Ende bedeuten.

Und ganz schlecht ergeht es ihnen, rückt jemand mit dem feuchten Wischtuch an. Nässe können sie gar nicht ertragen, diese wasserscheuen Wesen. Sie rollen sich zusammen und werden klein, kleben am Putzlappen, bis sie schließlich im Abfluss verschwinden.

Welch grausames Ende für so ein pflegeleichtes Tierchen, das nichts braucht außer seine Ruhe. Also: Tötet sie nicht! Staubmäuse sind vom Aussterben bedroht.

Andrea Behnke, geb. 1969, ist Journalistin und Autorin, schreibt nicht nur, aber viel für Kinder und Jugendliche. Lebt und arbeitet in Bochum: www.andreabehnke.de

Die Autorin/Der Autor empfiehlt ihre/seine Geschichte für Kinder von 7-10.

Erstellt am Donnerstag, 19.07.2012


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