Haben Blitze Augen?

Ihr wisst ja, dass Gewitter und Blitze gefährlich sind. Sicherlich habt ihr auch schon gehört, dass man bei einem Gewitter den Wald und ganz besonders Erlen meiden, aber Buchen suchen soll. Woher aber weiß der Blitz, dass es sich um eine Erle oder eine Buche handelt? Das ist ganz einfach.

Blitze haben Augen. Die sind aber so klein, dass wir sie gar nicht richtig sehen können. Aber sie sind viel besser als unsere Augen und darum können Blitze auch aus großer Höhe alles ganz genau sehen und beobachten. Es gibt Menschen, die behaupten, dass Blitze keine Augen hätten, aber das stimmt natürlich nicht. Wie sonst sollte ein Blitz entscheiden, an welcher Stelle er am Besten einschlagen kann? Beim nächsten Gewitter musst Du Dich mal hinter eine Fensterscheibe stellen und den Blitz ganz genau ansehen, dann kannst Du an den Seiten vielleicht seine kleinen Augen entdecken.

Wenn also ein Blitz aus den Gewitterwolken entsteht, dann betrachtet er blitzschnell seine Umgebung und sucht sich einen geeigneten Punkt aus. Das kann ein Baum sein, aber auch der höchste Punkt auf einem Feld oder in einer Stadt. Blitze mögen auch die Spitzen von Regenschirmen ganz besonders. Das ist ein großes Vergnügen für sie, auszuprobieren, ob sie diese winzig kleine Spitze treffen können.
Nur in der Stadt, da kann er Dich nicht erkennen. Da gibt es so viele Häuser, dass er gar nichts anderes sehen kann.

Außerdem sind Blitze eigentlich faul. Sie wollen gar nicht den weitesten Weg bis zur Erde hinter sich bringen müssen sondern nehmen gerne den kürzesten Weg. Darum schlagen sie auch häufig an den höchsten Punkten ein. Das können große Häuser sein oder Bäume oder eben alles, was höher ist als der Boden.

Wenn Du also auf einem Feld bist und es kommt ein Gewitter, dann musst Du Dir schnell eine Kuhle suchen und Dich hinsetzen. Der Blitz wäre viel zu faul, den langen Weg zu wählen sondern sucht sich dann einfach eine andere Stelle, die höher ist, um sich da ganz entspannt zu entladen.

Rike Capito, geb. 1968, Köln

Die Autorin/Der Autor empfiehlt ihre/seine Geschichte für Kinder von 7-10.

Erstellt am Freitag, 22.06.2012


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